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Alle Jahre wieder … saisonale Risiken: Brände, Verbrennungen, Verbrühungen

06.12.2021

Kerzen, Adventkränze, Christbäume: Offenes Feuer erhöht die Gefahr von Wohnungsbränden, an der Vorbereitung auf den Notfall hapert es allerdings in vielen Haushalten. Auch das Risiko von Verbrennungen und Verbrühungen, gerade bei Kindern, ist enorm: bis Ende Jänner ist täglich mit durchschnittlich acht Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen bei Kindern zu rechnen.

Brandgefahr

Alljährlich warnt der Versicherungsverband Österreich (VVO) vor den um die Advent- und Weihnachtszeit gehäuft auftretenden Wohnungsbränden. Rund die Hälfte aller durch Kerzen ausgelösten Brände entsteht in den Wochen rund um Weihnachten, 50 Prozent aller Brandereignisse betreffen laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) private Haushalte. Und leider kommt es dadurch auch jedes Jahr zu durchschnittlich 30 Todesfällen.

Sorgsamer Umgang mit offenem Licht und Feuer

  • mindestens 50 Zentimeter Abstand zu Vorhängen oder anderen brennbaren Materialien
  • besondere Vorsicht beim Anbringen der Kerzen auf dem Christbaum
  • Kinder nie unbeaufsichtigt in der Nähe von brennenden Kerzen lassen
  • Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen lassen und beim Verlassen des Raumes unbedingt löschen
  • Streichhölzer oder Feuerzeuge für Kinder unerreichbar aufbewahren

Sicherheitsvorkehrungen für den Ernstfall treffen

  • Installation von Rauchwarnmeldern - diese kosten nur wenige Euro und werden im Ernstfall schnell zum Lebensretter
  • Notrufnummer der Feuerwehr (122) verinnerlichen
  • Feuerlöscher regelmäßig warten, damit er funktionstüchtig ist
  • Feuerlöscher, Branddecken, Kübel mit Wasser etc. griffbereit halten

Verbrennungen und Verbrühungen

Wenn die Temperaturen fallen, steigt das Bedürfnis nach Wärme und Licht: bis Ende Jänner nimmt erfahrungsgemäß die Gefahr von schmerzhaften und behandlungsintensiven Verbrennungen und Verbrühungen mit Tee, Suppe, beim Keksebacken und natürlich durch Kerzen deutlich zu. Besonders Kinder sind in Bezug auf thermische Verletzungen stark gefährdet!

Gefahrenquellen ausschalten

  • jeden Raum im Haus auf mögliche Verbrennungsrisiken für Kinder überprüfen
  • Tassen, Gläser, Töpfe … mit heißen Getränken und Flüssigkeiten aus dem Griffbereich der Kindern räumen bzw. nicht unachtsam abstellen
  • Wasser- und Teekocher, Fritteusen, Kaffeemaschinen und Bügeleisen für Kinder unerreichbar platzieren, Kabel nicht herunterhängen lassen
  • herabhängende Tischdecken vermeiden
  • Vorsicht beim Tragen von Gefäßen mit heißen Flüssigkeiten im Beisein von Kindern
  • Herd durch ein Herdschutzgitter abschirmen. Bevorzugt die hinteren Kochfelder verwenden und die Griffe von heißen Töpfen und Pfannen stets zur Wand drehen, damit Kinder sie nicht erreichen können
  • Thermostat-Armaturen mit Temperaturbegrenzer (Heißwasser-Stopp) installieren
  • in Wärmeflaschen keine Flüssigkeiten über 45 Grad Celsius füllen, kein direkter Hautkontakt.

Quelle: Versicherungsverband Österreich(VVO), Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV)